Das Dienstjahr der Dorster Wehr war erlebnisreich

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„Müsste ich das Dienstjahr unserer Ortsfeuerwehr betiteln, so würde ich es als einsatzarm – aber erlebnisreich bezeichnen“, Worte von Maik Sindram, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Dorste zu Beginn seines Berichtes, den er während der Jahreshauptversammlung vorlegte. Letztendlich ist die Ortschaft im Jahre 2017 glücklicherweise von größeren Schadensereignissen verschont geblieben.

Neben diversen Einsätzen, die nicht alle etwas mit Feuer oder Wasser zu tun hatten, sei aber auch die Geselligkeit nicht zu kurz gekommen. Sindram erinnerte die Mitglieder und Gäste an die unterschiedlichsten Ereignisse. So wurden die Dorster Kameraden und Kameradinnen Anfang Februar zu einem Schornsteinbrand gerufen, der von einer aufmerksamen Spaziergängerin entdeckt wurde.

14 Tage später feierten 115 Gastgeber und Gäste den traditionellen Feuerwehrball, zu dem übrigens am 24. Februar in die Festhalle geladen wird. Ein von den Ortsbrandmeistern und deren Stellvertreter im Sösetal im März ins Leben gerufener „runder Tisch“ stieß auf ebenso großes Interesse. Neben der Kameradschaftspflege dient diese Runde insbesondere dem Austausch und der Abstimmung von sonstigen Feuerwehrangelegenheiten.

Mitte April bemühten wir uns um den Aufbau des Osterfeuers und die Versorgung der abendlichen Gäste.

Die Schüttenhoff-Umzüge wurden stets von einigen Kameraden begleitet und die Barrikaden entsprechend gesichert, um einen reibungslosen Ablauf bei der Erstürmung zu gewährleisten.

Im Juli hielt „Tief Alfred“ mit Wassermengen von 80 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden die Einwohner und Wehr in Atem. „Betrachtet man die Entwicklung der Vorjahre, wird unser Einsatzspektrum künftig von solchen Extremwetterlagen bestimmt werden. Darauf gilt es, sich entsprechend einzustellen“, so Maik –Sindram weiter.

Auf die Tatsache zu sprechen kommend, dass das analoge Funknetz die Sirenen endgültig verstummen ließ, versicherte er, dass man in Verhandlung mit der Stadt Osterode getreten ist, um die Sirenen auf eigene Kosten weiterbetreiben zu dürfen. „Uns ist es wichtig, im Einsatzfall über die Sirenen nachalarmieren zu können oder aber die Bevölkerung, insbesondere nachts, auf kritische Gefahrenlagen aufmerksam zu machen“.

Der Redner ließ es sich aber auch nicht nehmen, vielen für ihren Einsatz und Hilfsbereitschaft Danke zu sagen. Zu denen gehörten auch Jugendwart Christoph Murken und Maik Wächter. Beide hätten einen tollen, mitunter auch aufreibenden Dienst. „Aber ihr Einsatz ist für den erforderlichen Unterbau von enormer Wichtigkeit“.

Abschließend ließ er noch durchblicken, dass die Dorster Wehr 53 aktive Mitglieder zählt, wovon 16 weiblich sind. Neben vier Ehrenmitglieder, 35 Mitgliedern in der Altersabteilung, 17 Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr sind auch 199 fördernde Mitglieder zu zählen.

Reiner Wode, stellvertretender Stadtbrandmeister, versicherte, dass man sagen könne, dass alle Feuerwehren im neuen Landkreis gut zusammenarbeiten. „Für ein funktionierendes System ist dies auch enorm wichtig“. Letztendlich sind die ehrenamtlichen Freiwilligen Feuerwehren der Garant für die Erfüllung einer gesetzlichen Pflichtaufgabe.

Kreisbrandmeister Volker Keilholz betonte, dass man nach der Fusion noch mehr zusammenrücken müsse, um so noch anstehende Probleme gemeinsam zu bewältigen. „Wir, die wir hier sitzen, müssen das Beste draus machen, dann wird es klappen“. Wenn er seine Amtszeit nach sechs Jahren beendet habe, wird es eine Kreiswehr geben. Aber ließ es sich aber auch nicht nehmen, den Mitgliedern des Musikzuges ein großes Dankeschön auszusprechen. Sie alle unterstützten die Wehr.

Musikzugführer Harald Wächter, erinnerte daran, dass der Dorster Schüttenhoff für alle Musiker positive Qualen bedeutet hätte. „Marschieren, soweit die Füße tragen, und musizieren, bis die Lippen platzen – es war wieder ein tolles Fest“. Insgesamt war der Musikzug an 44 Tagen auf Achse, der Weg führte auch neun Mal über die Dorster Grenzen hinaus.

Es sind übrigens 45 Mitglieder zu verzeichnen, wovon zehn weiblich und sieben unter 18 Jahre jung sind. Getroffen hat man sich an 47 Übungsabenden, einem Übungstag und einem Probenwochenende. Auch für dieses Jahr stehen schon Termine fest.  So wird am 18. August zu einem Konzert auf dem Kirchplatz und am 29. September zum bereits fünften Oktoberfest geladen.

Tanja Armbrecht, stellvertretende Ortsbürgermeisterin, erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass das Sprichwort „Nicht ist so beständig, wie der Wandel“ leider auch für die Einstellung der Bürger gegenüber Hilfskräften gelte. „Dank unserer dörflichen Struktur und Gemeinschaft ist dieses sicher noch nicht in dem Maße, wie in Großstädten bei uns angekommen“. Sie dankte der Wehr im Namen des Ortsrates für ihre 365 Tage währende Einsatzbereitschaft. Der Musikzug ging auch nicht leer aus, denn der habe im letzten Jahr allein beim Schüttenhoff einige Kilometer hinter sich gebracht.


Ehrungen

50 Jahre Mitgliedschaft
Werner Armbrecht, Heini Eberhardt, Otto Fahlbusch, Friedrich-Wilhelm Kasten und Gundolf Schreiber.

40 Jahre Mitgliedschaft
Dieter Domeier, Klaus Dröge und Stephan Ernst.

40 Jahre aktiver Dienst
Martin Otto

25 Jahre aktiver Dienst
Thomas Sindram

40 Jahre Förderer
Karl Dunemann, Dieter Römermann und Walter Wächter.

25 Jahre Förderer
Norbert Bruchmann, Andreas Dix, Hans-Herbert Frohns, Heinz Gärtner, Norbert Pförtner, Edwin Schöbel, Uwe Spitkowski, Jens Stramer, Sven von Einem, Karola Wächter, Ulf Wedemeyer und Matthias Weihs.

Ehrungen Musikzug

40 Jahre
Stephan Ernst

30 Jahre
Thorsten Kleindienst, Maik Sindram

20 Jahre
Vanessa Ernst, Ilka Marhenke, Svenja Marhenke, Denise Sindram, Imke Zieß

Beförderungen

Feuerwehrmann
Pascal Kleindienst, Robin Sindram und Sophie Dix 

Oberfeuerwehrmann
Eike Römermann

Hauptfeuerwehrmann
Kevin Ernst

Oberlöschmeister
Christoph Murken

Hauptlöschmeister
Tobias Jäger

Übernahme in den Aktiven Dienst

Sophie Dix und Leon Kleindienst

Wahlen

Musikzugführer
Harald Wächter

Stellv. Musikzugführerin
Imke Zieß

Stellv. Jugendwartin
Tatjana Leopold

Kassenprüfer
Martin Otto

Neue fördernde Mitglieder

Jörg Gleisberg, Gisela Jäger, Torben Klapproth, Sven Kürzinger, Michael Ludwig, Denis Mylius, Bernd Probst, Doris Schindler, Veronika Schmelter, Patrick Ulrich und Tobias Zinnecker



Bericht: P. Bordfeld
Fotos: C. Murken, F. Jäger