Feuerwehr gehört fest zum Leben im Ort

Die Feuerwehr Dorste gibt es seit 1895. Neben dem Brandschutz beteiligt sie sich an vielen örtlichen Aktionen. Der Nachwuchs stammt aus der Jugendwehr, eine Frauengruppe gibt es ebenfalls.

Dorste. Wenn die Kameraden, die die Feuerwehr Dorste im Jahr 1895 gegründet haben, heute sehen könnten, was aus ihrer Wehr geworden ist, sie wären stolz: Die Feuerwehr ist zu einem festen Bestandteil im Ort geworden und aus dem alltäglichen Leben nicht wegzudenken – auch in Zukunft nicht. Davon sind Ortsbrandmeister Maik Sindram und Stellvertreter Achim Dix überzeugt. Sie haben keinen Zweifel am Fortbestand der Wehr, die in der Kameradschaft einen hohen Stellenwert hat. „Wir haben ein sehr gut bestelltes Feld übernommen“, sagen Sindram und Dix in Anerkennung für die Infrastruktur, die während der Amtszeit des Vorgängers Gundolf Schreiber entstanden ist und von der die Wehr noch viele Jahre zehren könne.

„Wir haben ein sehr gut bestelltes Feld übernommen.“
Maik Sindram und Achim Dix über die Arbeit von Gundolf Schreiber

„Mädchen für alles“

Die Wehr ist gewissermaßen das „Mädchen für alles“ im Ort: Sie richtet das Osterfeuer aus, stellt den Weihnachtsbaum auf und kümmert sich um die Sicherheit der Lichterketten, sie sichert Umzüge, hilft beim Umwelttag und sorgt für die Verpflegung der Sammler, bietet einen Fahrdienst zur Seniorenweihnachtsfeier an und leistet Feuer- und Brandschutzwachen. Auch die jüngsten Dorfbewohner hat die Feuerwehr im Blick: Eltern erhalten zur Geburt ihres Kindes einen Rauchmelder für das Kinderzimmer, rote Söckchen, Aufkleber und ein Kinderbuch. Für die älteren Kinder richtete die Wehr Kindergeburtstage im Feuerwehrhaus aus, bei denen Infos und Spaß auf dem Programm stehen. Wer einen Kindergeburtstag bei den Brandschützern feiern möchte, muss sich rechtzeitig bei Maik Sindram oder Achim Dix melden.

Erstes Gebäude am Kirchplatz

Das erste Feuerwehrgerätehaus in Dorste stand in der Nähe des 1981 errichteten Gebäudes auf dem Kirchplatz. Hier war die Spritze untergebracht, die damals noch von Pferden gezogen wurde. Die Räumlichkeiten reichten für die immer größer werdenden Einsatzfahrzeuge schon bald nicht mehr aus. Vor 34 Jahren wurde deshalb der Grundstein für das heutige Feuerwehrhaus gelegt. Später kam noch ein Anbau hinzu. Das Gerätehaus wurde damals um etwa ein Drittel im Garagentrakt und im ersten Stock vergrößert. Die Materialkosten übernahm die Stadt, die Arbeit übernahmen freiwillige Helfer. Die Baumaßnahmen liefen nebenbei, denn der Feuerwehrbetrieb der Mitglieder durfte nicht gestört werden. Vier aktive Gruppen halten heute regelmäßige Dienstabende ab. Einmal im Monat treffen sich alle Aktiven zu einem gemeinsamen Dienstabend, um Erfahrungen und Gedanken auszutauschen. Das Kommando – ein Gremium aus allen Führungspositionen – kommt bei Bedarf, aber in der Regel viermal im Jahr zusammen. Es ist verantwortlich für den ordnungsgemäßen Ablauf des Dienstbetriebs und entscheidet über wichtige Angelegenheiten. Seit 1992 gibt es bei der Feuerwehr Dorste zudem eine Frauengruppe, die schnell mit Leistung bewies, dass sie mit den Männern mithalten kann. Zehn Jahre später wurde auf Initiative von Gundolf Schreiber die Jugendwehr gegründet. Heute gehören ihr 15 Jugendliche an. Die Dienstkleidung erhält der Nachwuchs kostenlos, ein Mitgliedsbeitrag wird nicht erhoben. Neben dem Erlernen von feuerwehrtechnischem Wissen sowie praktischem Können stehen Spiel und Spaß auf dem Programm. Mädchen und Jungen, die noch keine zehn Jahre alt sind, dürfen die Dienstabende der Jugendwehr besuchen. Gefällt ihnen das Treffen, werden sie zur Kinderfeuerwehr in Osterode eingeladen. Die Gründungsmitglieder der Jugendwehr sind heute in der jüngsten Gruppe der Aktiven erfolgreich. Denn mit Vollendung des 16. Lebensjahres dürfen sie in den aktiven Dienst übergehen. In der Altersabteilung der Dorster Feuerwehr sind Männer und Frauen, die das 63. Lebensjahr vollendet haben. Sie treffen sich regelmäßig und sind stets zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird.

Erwachsene willkommen

Wer als Erwachsener in die Feuerwehr eintreten möchte, ist willkommen. Und auch Mitglieder anderer Feuerwehren sind zu einer Mitgliedschaft in Dorste eingeladen. Doppelmitgliedschaften sind offiziell möglich. Die Vielfalt der Ortsfeuerwehr wird vom Feuerwehrmusikzug komplettiert, der heute ein Aushängeschild für die Wehr ist. Er wurde 1935 aus dem damaligen Posaunenchor gegründet. Derzeit besteht der Musikzug aus 40 Musikern im Alter von sieben bis 83 Jahre und verfügt über ein abwechslungsreiches Repertoire. Auch hier sind neue Mitglieder stets willkommen. pb

Quelle: HarzKurier Schlaglichter | 03 vom 24.06.15


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